• Inklusion

Im Rahmen des Projekts RoMoWo – RollstuhlMobilität Wohnortnah fand im September 2025 und Januar 2026 in Husum ein zweitägiges Rollstuhlmobilitätstraining statt, das sich an Rollstuhlnutzer*innen mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen richtete. Insgesamt nahmen neun Teilnehmende an dem Angebot teil – darunter Personen, die erst seit kurzer Zeit im Rollstuhl sitzen und erstmals gezielt an ihrer Mobilität gearbeitet haben.

Oben ist der Schriftzug „romowo – Rollstuhlmobilität wohnortnah“ auf gelbem Hintergrund zu sehen. Darunter befindet sich eine Bildcollage aus mehreren Fotos. Die Fotos zeigen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in manuellen Rollstühlen bei unterschiedlichen Aktivitäten. Mehrere Personen sitzen nebeneinander in einer Sporthalle im Rollstuhl vor einer großen Matte, andere fahren mit Rollstühlen im Außenbereich auf Wegen und auf einer Wiese. In weiteren Bildern überwinden Teilnehmende mit dem Rollstuhl Hindernisse wie kleine Rampen oder Podeste und üben das Balancieren und Fahren. Ein Foto zeigt eine Gruppe von Rollstuhlnutzerinnen und -nutzern gemeinsam in einer Sporthalle während eines Trainings. Am unteren Rand der Grafik sind Logos abgebildet: links das Logo des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) und des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS), in der Mitte das Logo des Kreissportverbandes Nordfriesland (KSV) und rechts das Logo der Aktion Mensch mit dem Hinweis auf Förderung.

Ziel des Trainings war es, den Rollstuhl nicht nur als Hilfsmittel, sondern als Sportgerät und Möglichmacher zu begreifen. In zwei aufeinander aufbauenden Trainingseinheiten lernten die Teilnehmenden grundlegende Fahrtechniken, den sicheren Umgang mit unterschiedlichen Untergründen, das Überwinden von Schwellen sowie den bewussten Einsatz von Balance und Körpereinsatz. Bereits nach dem ersten Training zeigten sich deutliche Fortschritte: Berührungsängste gegenüber Hindernissen nahmen ab, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wuchs sichtbar.

Geleitet wurde das Training von Stephan Schukat, der mit viel Fachwissen und Praxisnähe durch die Einheiten führte. Spontan unterstützt wurde er dabei von Jörn Wartig (RBSV Schleswig-Holstein), der mit seinem Know-how zusätzliche Impulse setzte und das Training fachlich bereicherte. Die wohnortnahe Durchführung sowie die modulare Struktur des Projekts ermöglichen es, die Inhalte langfristig in den Alltag der Teilnehmenden zu übertragen.

Das Projekt RoMoWo wird vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) gemeinsam mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) umgesetzt. Grundlage ist die Evaluationsstudie „Mobilität 2020“, die belegt, dass standardisierte Rollstuhlmobilitätstrainings die selbstständige Mobilität von Rollstuhlnutzer*innen messbar verbessern. Ergänzend zu den Präsenzterminen unterstützt eine begleitende App die Weiterführung des Trainings im Alltag.

Ermöglicht wurde das Training in Husum durch die Förderung der Aktion Mensch sowie durch die engagierte Zusammenarbeit mit dem Team des RoMoWo-Projekts. Solche Angebote leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Selbstvertrauen zu stärken und langfristig gesellschaftliche Teilhabe – auch im Sport – zu fördern.

Weitere RoMoWo-Trainings in Schleswig-Holstein sind für dieses Jahr geplant. Informationen zu kommenden Terminen finden sich unter www.romowo.app sowie über die Informationskanäle der Sportjugend Schleswig-Holstein, unter anderem im Inklusionsnewsletter.