Gemeinsam Sport, zusammen gemacht, an Alle gedacht

 

Den Slogan „Gemeinsam Sport, zusammen gemacht, an Alle gedacht“ in die Tat umsetzen, dass scheint den Verantwortlichen des Kreissportverbandes Nordfriesland mit seinen vielen ehrenamtlichen Unterstützern wirklich gelungen zu sein. „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, strahlt das Moderatorenduo Lisa Jensen (Vorstandsmitglied im KSV NF) und Nele Niemann (Inklusionskraft KSV NF seit Juli 2019). Niemann und Jensen durften den ersten Inklusionsdialog in Nordriesland moderieren, der gleichzeitig den Anfang einer Serie von Veranstaltungen in Schleswig-Holstein bildete, was auch die Sportjugend Schleswig Holstein, einen der Förderer, begeisterte.

 

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Nach der herzlichen Begrüßung aller Teilnehmer und der Ehrengäste - Bgm. Hattstedt Ralf Jakobsen, Vorsitz TSV Hattstedt Thorsten Schulze und KSV Vorsitzender Matthias Hansen- erhielt Doris Birkenbach vom Landessportverband das Wort. Sie richtete vorab für all die Vorbereitungen und Bemühungen des Kreissportverbandes ihren Dank aus und wünschte allen eine tolle Veranstaltung.

 

Und das sollte es werden, denn im Laufe des Tages besuchten über 300 Personen die Veranstaltung, welche mit einem vielfältigen Programm für alle etwas zu bieten hatte. Über den ganzen Tag informierten, Special Olympics, das Sanitätshaus Krämer, der Reha-und Behindertensportverband Schleswig-Holstein, Hörakustik Veit wie auch der Sozialverband Nordfriesland zu ihren Themengebieten. Fortlaufend konnte ein Reaktionstest bei Julia Drum, Inklusionsmanagerin vom Kieler Männerturnverein und ein Hörtest bei Hörakustik Veit absolviert werden. Den Rollstuhlparcours vom Sanitätshaus Krämer, das Ruderergometer des Friedrichstädter Ruderclubs sowie Tischtennis mit und ohne Rollstuhl in Betreuung des Rollstuhlsportclubs Husum probierten viele, besonders auch Fußgänger, aus. Die Kita Leni aus Niebüll war mit einem Team angereist und baute einen attraktiven Bewegungsparcours und Spielgerät auf, was durch die vertrauensvolle, sichere Betreuung des „Leni Teams“ von Klein bis Groß wahrgenommen wurde.

 

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Parallel zur Mittagspause ruhte das Sportangebot und man stieg, moderiert durch Klaus Rienecker von der Sportjugend Schleswig-Holstein, mit Gisela Rief, Julia Drum, Thomas Glanznig, Frank Schiefelbein, Martje Lyn Beerke, Lisa Jensen, Stefan Schuhmann und Femke Neumann-Schmitz in einen Dialog ein. Somit waren Aktive aus allen Altersklassen dabei und eine bunte Palette Sportarten wie Rollstuhltischtennis, Leichtathletik, Schwimmen, Fitness, Reittherapie, Handball und Floorball vertreten. Auf die Fragen von Klaus Rienecker nach den Motiven Sport zu treiben und den Wünschen für ihren Sport waren die Antworten so bunt wie die Sportlandschaft. Für Einige steht der Spaß im Vordergrund, Andere tun es für Ihre Gesundheit, das soziale Miteinander oder haben Lust auf Leistung und möchten sich immer weiter verbessern wie z.B. Martje, die 4 mal in der Woche zum Schwimmtraining eine weite Strecke nach Niebüll auf sich nimmt. „Man muss aber akzeptieren, wenn die Leistung mal abfällt und man eine Liga tiefer spielt“, erzählt Frank Schiefelbein, der als Rollstuhlfahrer auch bei den Tischtennis Herrenmannschaften des SV Germania Breklum mitspielt. Was alle eint, ist der Wunsch, dass jeder dem Sport in der Art nachgehen kann, wie er oder sie ihn sich vorstellt. „Dazu ist Respekt und Rücksicht erforderlich, da die Ausgangsbedingen unterschiedlich sein können“, findet Lisa Jensen und macht klar, dass den Trainern und Übungsleitern eine Schlüsselrolle zukommt, weil sie es schaffen, dem Einzelnen wie auch der Gruppe gerecht zu werden. „Dies will der TSV Hattstedt erreichen, indem er zusätzlich gezielt Inklusionsangebote für Kinder und Senioren anbietet“, so Inklusionskraft Femke Neumann-Schmitz. „Vertrauen haben, offen sein und Barrieren abbauen“ sind sich alle einig, dass sind die Wünsche für die Zukunft, damit der Slogan der Veranstaltung Wirklichkeit wird – Gemeinsam Sport, Zusammen gemacht, an Alle - gedacht.

 

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Im dritten Drittel wechselte das Sportprogramm nahezu im Stundentakt, wobei Casting (Zielwerfen mit der Angel) permanent durch Jannik Josten vertreten war. „Hier können verschiedenste Disziplinen und Schwierigkeitsgrade betrieben werden, was den Sport für Unerfahrene ebenso  interessant macht wie für Experten“ erklärt Josten, der die Zuschauer mit einer Demonstration im Fliegenfischen beeindruckte, bei dem er die Angelschnur aus der Mitte der Halle über die Teilnehmer schweben ließ.

 

Begonnen hatte der Tag mit einer ansteckenden Zumba Tanzvorführung der Frauensportgruppe der Arche & dem Tanzstudio Husum. „Alle kamen gleich richtig in Schwung und waren voll dabei“ zeigte sich Gruppenleiterin Dorothee Bußmann-Lemke glücklich. Wer Interesse an Zumba und Frauenfitness hat, was sich 14 tägig abwechselt, der darf gerne montags von 16.45- 18.00 Uhr in die Sporthalle der Bürgerschule Husum dazukommen.

 

Der zweite Programmpunkt am Morgen wurde von Walter Carstens vom TSV Rantrum mit Fußball demonstriert. Dem spielerischen Aufwärmprogramm folgten einige Übungen, bevor es zum stets am meisten geliebten Spiel kam. „Wir freuen uns über jeden, der mitmachen möchte. Wir trainieren freitags von 16.30 – 17.30 Uhr in der Sporthalle Rantrum“, so Carstens.

Den Abschluss des Vormittags bildete die Breitensportgruppe des TSV Hattstedt um Spartenleiter Matthias Hansen mit der Sportart Floorball. Hier zeigte sich die hohe Dynamik des Spiels und brachte nahezu alle Teilnehmer ins Schwitzen. Die Gruppe trainiert am Donnerstag in der Sporthalle Hattstedt von 19.00 – 20.30 Uhr.

 

Nach der Mittagspause bzw. dem Dialog zeigten die Aktiven des Integrationssports vom Friedrichstädter Turnverein eine Stunde, die mit einem Aufwärmprogramm, einer Bewegungslandschaft und einem Abschluss mittels Fallschirmtuch vielseitig gefüllt war. Leiterin Maike Schubert war von dem Tag begeistert, der Ihrer Gruppe viel Freude gemacht hat. Trainiert wird in der Sporthalle der Eider Treene Schule dienstags 17.00 – 18.00 Uhr.

 

Dem folgten die Handballer des SZ Ohrstedt, genannt „Ohrstedt, No Limits“. „Eine tolle, klassische Trainingseinheit mit einem spannenden Abschlussspiel, das mir viel Spaß gemacht hat“, so Ex Handballer und KSV Vorsitzender Matthias Hansen. Wer hier einsteigen möchte, wendet sich an Frank Prühs, der mit der Gruppe montags von 17.00 – 18.30 Uhr in der Sporthalle der Kaserne Schwesing trainiert.

 

Den Abschluss bildete ein Sportangebot des SV Germania Breklum, bei dem es darum ging, Bewegung zu spüren, vor allem, wenn Sicht, Gleichgewicht oder taktiles Empfinden verändert sind.

 

Bei Interesse und Fragen gerne an Sinje Fröhlich Kasch vom SV Germania Breklum wenden.

 

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Bewegt durch die tollen Erlebnisse des Tages blieb dem Duo Jensen & Niemann noch die schöne Aufgabe, Danke bei allen aktiv Mitwirkenden, dem Helferteam und dem Hausmeister für die Unterstützung sowie dem Arche Kaffee für die hervorragende Bewirtung zu sagen. Mit dem Ausblick, dass der Kreissportverband Nordfriesland Inklusion im und durch Sport gemeinsam mit allen interessierten Menschen weiterentwickeln möchte und bereits hierzu schon weitere Aktivitäten plant, verabschiedeten Lisa Jensen und Nele Niemann alle begeisterten Gäste.

 

Sehen Sie hier eine Bildergalerie von dem tollen Tag: